Die Kinderschaukel

Peter Zeisberg war ein Kollege meines Vaters. Er war auch Amateurfunker und kam mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen mit nach Schwenzin. 1975 baute er eine Kinderschaukel aus einer Eisenstange und zwei Buchsen, die er an zwei Birken befestigte. Meine ältere Schwester schaukelte als erstes Kind darauf, die Stange rutschte aus der Buchse und schlug ihr auf den Kopf. Das etwa zehnjährige Mädchen hatte eine Platzwunde. Wir, der Peter Zeisberg, mein Vater, die Schwester und ich, fuhren mit dessen Trabant in einem "Affenzahn" in die Poliklinik nach Waren. Die Poliklinik befand sich in der späteren Fußgängerzone, wo dann die DAK einzog. Die Wunde musste nicht genäht werden, ein spezielles Pflaster genügte. Meine Schwester bekam von dem verstörten Herrn Zeisberg noch eine Tafel Schokolade. Die Schaukel war, nach dem er sie reparierte, noch etliche Jahre in Betrieb.