Von Karparcz auf die Schneekoppe

Im Herbst 2020 wollte ich nach zweijähriger Unterbrechung wieder ins tschechische Riesengebirge wandern. Aber die Corona-Pandemie machte mir einen Strich durch die Rechnung, denn die Tschechische Republik machte ihre Grenzen für den Tourismus zu. Ich entschied mich, ausnahmsweise auf die polnische Seite zu fahren, bevor auch Polen seine Grenzen schließen würde (was ein paar Tage nach meiner Rückkehr auch passierte). Hier hatte ich ein schönes Privatquartier in Sklarska Poreba (früher: Schreiberhau) und machte unter anderem von Karpacz (früher: Krummhübel oder auf niederschlesisch "Krummhiebel") eine Wanderung auf die Schneekoppe. Die letzten Kilometer ging es über gefährliche Felsenbrocken hinauf. Da war eine Stelle mit vielen Gedenktäfelchen und Grablaternen für die auf diesem gefährlichen Weg tödlich verunglückten Wanderer. Übrigens entstand der Name "Karpacz" erst 1945. Nach dem Krieg wurden die Deutschen vertrieben und da Stalin seine Sowjetunion um 200 Kilometer nach Westen vergrößerte, wurden auch Polen und Belarussen vertrieben. Die aus den Karpaten kommenden, siedelten sich u.a. in dieser Stadt an. Karpacz ist also der Ort der Menschen aus den Karpaten.