Der Invalidenfriedhof: Ein Spiegel deutscher Geschichte
Willkommen am Invalidenfriedhof, einem Ort von tiefgreifender historischer Bedeutung in Berlin. Hier beginnt Ihre Reise in die Vergangenheit, wo preußische Größe, kriegerische Konflikte und die deutsche Teilung ihre Spuren hinterlassen haben. Entdecken Sie, warum dieser Friedhof ein lebendiges Denkmal ist, das die Höhen und Tiefen der deutschen Vergangenheit widerspiegelt. Es ist von größter Bedeutung, dass Besucher die umfassende historische Rolle dieses Ortes verstehen und ihn als Zeugnis einer bewegten Nation wahrnehmen.

Einzigartige geschichte und stille erinnerungen
Was den Invalidenfriedhof wirklich einzigartig macht, ist seine unvergleichliche Geschichte, die sich über Jahrhunderte erstreckt. Er beherbergt nicht nur die Gräber von Militärangehörigen, sondern auch von Persönlichkeiten, die das Gesicht Deutschlands prägten. Seine Lage an der ehemaligen Berliner Mauer und seine spätere Restaurierung sind Zeugen einer bewegten Zeit. Dies alles macht diesen Ort besonders interessant und zu einem mahnenden Denkmal. Aber nicht nur bekannte und berühmte Militärs liegen hier. Hier wurden auch tausende Opfer der Bombardements Berlins im 2. Weltkrieg in Massengräbern beigesetzt und auch - wiederum Militärs - Mitglieder des militärischen Widerstandes gegen Hitler, die er vom Volksgerichtshof hat zum Tode verurteilen und hinrichten lassen.

Berühmte Persönlichkeiten und ihre Schicksale
Der Invalidenfriedhof ist die letzte Ruhestätte zahlreicher Persönlichkeiten, deren Namen untrennbar mit der deutschen Geschichte verbunden sind. Hier ruhen große Militärführer wie Gerhard von Scharnhorst, Reformer und Widerstandskämpfer. Ihre Geschichten sind ein zentraler Bestandteil des Friedhofs und bieten tiefe Einblicke in ihre Zeit und ihr Wirken. Es sind die vielen individuellen Schicksale, die wir unbedingt hervorheben sollten.

"Der rote Baron"
Manfred Freiherr von Richthofen war der berühmteste deutsche Kampfflieger im ersten Weltkrieg. Tollkühn, mutig und mit großem fliegerischen Können stürzte sich der Offizier einer sich erst entwickelnden Luftwaffe - das Flugzeug war noch eine ganz neue Erfindung - auf die Feinde. Insgesamt lieferte er sich 80 Luftkämpfe, die er alle gewonnen hatte. Er war Träger des höchsten Verdienstordens, den ein preußischer König zu vergeben hatte, den Pour le Mérite Seinen Tod fand er in einem heftigen Luftkampf im April 1918. Den Beinamen "der rote Baron" bekam er nach seinem Tod, weil er seine Flugzeuge rot angestrichen hatte.
Otto Hasse, General der Infanterie, begann seine militärische Laufbahn 1890 im 1. niederschlesischen Infanterie-Regiment Graf Kirchbach. Zum Generalleutnant und Divisionskommandeur 1926 ernannt. 1932 ging er in den Ruhestand.
Carl Adolf Maximilian Hoffmann (* 25. Januar 1869 in Homberg; † 8. Juli 1927 in Bad Reichenhall) war ein deutscher Generalmajor, der im Ersten Weltkrieg eine bedeutende militärische und politische Rolle spielte. Nach dem Krieg entwickelte er den „Hoffmannplan“ zur Niederwerfung der Sowjetunion.
Erwin von Witzleben
Job Wilhelm Georg Erwin Erdmann von Witzleben (* 4. Dezember 1881 in Breslau; † 8. August 1944 in Berlin) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalfeldmarschall und während des Zweiten Weltkrieges Armeeoberbefehlshaber und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. Er war von den Verschwörern im Fall des Gelingens des Unternehmens Walküre als Oberbefehlshaber über die gesamte Wehrmacht vorgesehen.
Hitler Hass auf die Offiziere, die ihn angeblich verraten haben, war so groß, dass er einen qualvollen Tod befohlen hatte. Statt durch erschießen wurde Erwin von Witzleben durch Erhängen mit Klavierdraht in Plötzensee grausam hingerichtet.
Während des Schauprozesses musste er sich durchweg die Hose festhalten, da die Geheime Staatspolizei ihm die Hosenträger abgenommen hatte und er im Gefängnis abgemagert war. Freisler reagierte darauf, indem er von Witzleben fragte: „Was fassen Sie sich dauernd an die Hose, Sie schmutziger, alter Mann?“
August Ferdinand von Witzleben
Klamor August Ferdinand von Witzleben (* 9. August 1800 in Osnabrück; † 4. Oktober 1859 in Goslar) war ein preußischer Generalleutnant sowie Besitzer der Rittergüter Jamke und Sorge. Er gehörte zum uralten Adelsgeschlecht der von Witzleben, wie auch sein Nachfahre Erwin von Witzleben. Witzleben trat während der Befreiungskriege Anfang Oktober 1813 in die von seinem Vater kommandierte Hanseatische Legion ein und nahm an der Blockaden von Rendsburg und Hamburg teil. Mitte Juli 1814 wurde er Fähnrich im Landwehr-Bataillon Meppen des 10. Infanterie-Regiments der Hannoverschen Armee.
Herbert Geitner
Geitner war deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant und Divisionskommandeur im Südrussland-Feldzug. Starb an den Folgen einer Kriegsverletzung
Curt Heinrich Gottlieb war Angehöriger des uckermärkischen Adelsgeschlecht von Arnim.
Michael Ludwig von Diezelsky
Michael Lodewig von Diezelsky (* 16. September 1708 in Hinterpommern; † 10. Mai 1779 in Berlin) war der dritte Chef des Berliner Invalidenkorps und des Invalidenhauses. Michael Lodewig war Angehöriger des polnisch-pommerischen Adelsgeschlechts von Diezelsky, das bei Lauenburg und Neustadt begütert war.
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„der invalidenfriedhof ist nicht nur ein ort des gedenkens, sondern ein lehrbuch der geschichte, das zum nachdenken über mut, verlust und den ewigen wunsch nach frieden anregt.“
Nachdem Sie diese Seite besucht haben, sollen Besucher die historische Tiefe des Invalidenfriedhofs spüren und sich inspiriert fühlen, die Stätte persönlich zu besuchen. Wir möchten, dass Sie über die Komplexität der Geschichte nachdenken und den Wert des Gedenkens erkennen. Lassen Sie die Geschichten der dort Ruhenden auf sich wirken und tragen Sie das Wissen um diesen besonderen Ort weiter.