Radwandern, Kraftsport, Joggen, Gebirgswanderungen
In der ersten Hälfte meines Lebens habe ich mich fast gar nicht sportlich betätigt und nur wenig bewegt, dafür aber von knapp 18 Jahren an stark geraucht. Bis ich 48 war. Da sagte eine Krankenschwester nach einer kleinen OP zu mir im Aufwachraum eines Krankenhauses, als sie die Zigarettenschachtel in meinem Beutel sah: "Hören Sie auf zu Rauchen. Ich habe hier schon Leute, die jünger waren als Sie mit einem Laken über dem Kopf rausfahren müssen!" Noch nicht ganz wach aus der Narkose war das wie ein paar Ohrfeigen mit einem klatschnassen Scheuerlappen. Das war im Sommer 2016 und seit diesem Moment habe ich nie wieder geraucht. Was für eine glückliche Fügung.
Fahrradfahren
2017 holte ich mein altes Fahrrad hervor, welches ungefähr 15 Jahre vor sich hin stand. Anfangs fiel mir Radfahren nicht so leicht, schon gar nicht aufwärts oder lange Touren. Ich sagte immer mit einem Augenzwinkern, dass mich selbst alte Damen mit ihrem Gehstock laufend überholten. Inzwischen fahre ich jedes Jahr 12.000 - 15.000 Kilometer und zwar fast jede Gelegenheit. Dieses Foto ist von August 2021
Kraftsport
Ende 2018 habe ich begonnen, Kraftsport zu machen. Langsam und vorsichtig, "Zirkeltraining", dann immer mehr Geräte außerhalb des Zirkels. Leider habe ich bis 2024 immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen. Mal war es Corona, dann mehrfache Schulter-oder Oberarmverletzungen, die mich hinderten, Sport zu machen. Und der "Schweinehund" ist erbarmungslos. Bist du erst einmal 2-3 Wochen draußen, brauchst du einen Tritt in den Hintern, um wieder anzufangen. Muskeln sind verdammt nachtragend. Ein paar Wochen raus, und du musst wieder fast von vorn anfangen. Meine letzte Oberarmverletzung habe ich mir im April 2024 zugezogen. Bin aber erst im August zum Arzt, weil ich den Arm noch immer fast nicht bewegen konnte. Schon einen 3 Kilo schweren Eimer anheben bereitete mir Beschwerden. Dann Physiotherapie. Richtig gute Therapeuten in Schönwalde. Mehr als ein halbes Jahr jede Woche 2 Doppelstunden - aber am Ende war der Oberarm wieder wie neu. Und das Jahr 2025 wird mein bestes und beständigstes Trainingsjahr. Ich habe 74 Trainings mit je 60 - 80 Minuten absolviert haben. Daran knüpfe ich für 2026 an. Ich sehe auch, wie sich die Muskulatur verändert. Macht Spaß.
Mit dem Joggen habe ich Ende 2019 begonnen. Angefangen habe ich mit 10 - 15 Kilometer jeden Sonnabend durch die Wälder. 2020 und 2021 habe ich auch meinen privaten Halbmarathon geschafft, also diese 21, 0975 Kilometer. Nicht sehr schnell, so um die 2 Stunden und 10 Minuten habe ich gebraucht. Danach war ich für mehrere Stunden "tot". Duschen, literweise trinken. In 2022 bin ich insgesamt 1.000 Kilometer gelaufen. Da bin ich auch während der Reha jeden Tag vor 06.00 am Schweriner See gelaufen. Ich bin aber wieder etwas faul geworden. Dieses Jahr bin ich nur knapp 400 Kilometer zwischen April und September gelaufen. Meine Strecken waren immer zwischen 8 und 12 Kilometer, also meistens. Damit ich nicht ganz so kaputt bin. Dafür durchaus zweimal in der Woche. Ich möchte das wieder forcieren und 2026 mindestens 500 Kilometer schaffen.
Die lustigen Knieschützer habe ich an, weil sie einmal helfen, dass die Bänder nicht aus dem Kniegelenk rausspringen und wenn man sich "auf die Fresse" legt, tut es beim Abrollen nicht so weh. Man stürzt schnell auf Waldwegen, eine 2 cm aus der Erde guckende Mini-Wurzel reicht schon.
Laufen ist auch im Urlaub in Italien an der Tagesordnung. Da muss man gegen 07.00 Uhr los und bis 09.00 ungefähr zurück sein, sonst frisst einen die aufkommende Wärme und die Sonne auf.